Nachdem wir Ihnen letztes Mal Spaniens Nationalgericht, die Paella, nähergebracht haben, wollen wir es nicht versäumen, auch über die begleitenden Getränke zu sprechen.......





Als Aperitivo schätzt der Spanier einen CAVA. Das bedeutet so viel wie „Keller“ oder „unterirdische Kellerei“ und genau dort reift der edle Schaumwein heran. Er ist zugleich eine der bekanntesten Spezialitäten Kataloniens (wird aber natürlich ebenso gern in Andalusien, an der Costa Blanca und auf Mallorca getrunken). Die ersten Cavas wurden vom noch heute existierenden Weingut „Codorniu“ schon 1879 produziert. Damals aber unter dem aus Frankreich entliehenen Namen „Champagner“. Der allerdings durfte nach dem EU-Beitritt Spaniens 1986 als geschützte Bezeichnung nicht mehr verwendet werden.

Obwohl Spanier leidenschaftliche Rotweintrinker sind, finden sich auf 50 % der Anbaufläche im Land weiße Rebsorten – was Spanien übrigens zum größten Weißwein-Produzenten der Welt macht (!).

Obwohl die am meisten verbreitete Rebsorte ALBARIÑO ist (die Trauben sollen mit dem Riesling verwandt sein und erstmals mit deutschen Mönchen vor rund 900 Jahren nach Spanien gekommen sein), wollen wir Ihnen hier den VERDEJO ans Herz legen: Ein typischer „Spanier“ - bevorzugt angebaut auf den Hochebenen Kastiliens, wo die Reben großen Temperatur-Schwankungen zwischen Tag und Nacht ausgesetzt sind. Das Ergebnis ist ein Wein, der durch seinen feinen, fruchtigen Geschmack besticht, mit Aromen von Stachelbeeren und Zitrusfrüchten sowie einem Hauch leichter Süße.

Bei den „Roten“ ist der Tempranillo die „Visitenkarte“ der spanischen Weinkultur. Die berühmteste Rebsorte des Landes wird fast überall angebaut und repräsentiert wie keine andere die kulinarische Vielfalt und den typisch spanischen Weingenuss. Ein dunkler, würziger Wein mit wenig Säure und so viel Temperament wie auch die Bewohner des Landes haben.

Übrigens: (das) Rioja ist eine spanische Weinregion – und nicht, wie vielfach fälschlich angenommen, ein Rotwein oder eine Traube!

Rotwein spielt auch eine Hauptrolle bei der Spezialität des spanischen Sommers: für den „TINTO DE VERANO“. Für den „Sommer-Rotwein“ (wörtlich: dunkelfarbener des Sommers) mischt man (guten) Rotwein mit Gaseosa (Zitronenlimonade) und gibt neben Eiswürfeln Orangen- und Zitronen-Stücke hinein. Nicht zu verwechseln mit der (häufig übersüßten) Touristen-Attraktion „Sangria“.

Zum Abschluss des Essens und unseres kleinen Exkurses nehmen Sie diesmal weder einen Café con leche noch einen Cortado oder Solo sondern verlangen einen Carajillo quemado (Carajillo: Espresso mit Brandy – quemado: verbrannt). Spanische Kolonial-Soldaten in der Karibik mischten Kaffee mit Rum um sich Mut anzutrinken („coraje“ in Spanisch - also "corajillo" und später "carajillo"). Heute wird der Carajillo bevorzugt mit Brandy zubereitet und dieser wird mit einem Stück Zitronen- und/oder Orangen-Schale und einigen Kaffeebohnen mit der Dampfdüse der Espresso-Maschine erhitzt und dann angezündet. In der Flamme wird mit Hilfe eines Löffels Zucker karamellisiert und dann wird die noch brennende Mischung unter die Espresso-Maschine gestellt und mit dem Kaffee gelöscht.

So, nach diesem etwas promillehaltigen Ausflug nun an die Orte, an denen Ihnen diese Leckereien (davon sind wir überzeugt!) perfekt munden werden: Hier kommen einige unserer aktuellen Immobilien-Angebote – wie immer eine bunte Mischung aus all unseren Regionen und angeführt heute von einem wunderschönen Stadthaus in Portocristo auf Mallorca. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern – und stehen für Nachfragen wie immer jederzeit gern zur Verfügung!

Und denken Sie daran – bei uns erhalten Sie nur geprüfte Immobilien und Sie zahlen keine Maklercourtage!

Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende und sende

herzliche Grüße aus dem sonnigen Süden

Monika Hannemann